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KRAISS & FRIZ

Notdienst außerhalb der Geschäftszeiten

Bitte rufen Sie die Notruf-Hotline an, deren Nummer auf Ihrer medizinischen Sauerstoff-Flasche bzw. auf Ihrem Tank aufgedruckt ist.

Diese Hotline darf außerhalb der Geschäftszeiten ausschließlich für medizinischen Sauerstoff und Tank-Notrufe genutzt werden. Für alle anderen Anliegen erreichen Sie uns zu den regulären Öffnungszeiten.

Luftaufnahme des Sauerstoffwerks Remshalden

Seit 1874

Unsere Historie

Vier Generationen Gase und Technik – ein kurzer Streifzug durch 150 Jahre Familiengeschichte.

  1. 1874

    Gründung in Stuttgart

    Gustav Kraiss und sein Freund Karl Friz eröffnen in Stuttgart eine mechanische Werkstätte – im elterlichen Haus in der Böblinger Straße. Von Anfang an geht es um hochgespannte Gase, vor allem um Kohlensäure. Gebaut werden Einrichtungen zum Bierausschank sowie Apparate zur Mineralwasser­herstellung; das dabei verwendete Reduzierventil ist ein Patent von Gustav Kraiss. Bald kommt die Vertretung der Kohlensäurewerke Rommenhöller hinzu.

  2. 1905

    Emilie Kraiss übernimmt die Leitung

    Nach dem Tod von Gustav Kraiss übernimmt seine zweitälteste Tochter Emilie die Leitung – sein Mitgründer Karl Friz war bereits Jahre zuvor aus der Firma ausgeschieden. Emilie Kraiss prägt das Unternehmen über vier Jahrzehnte.

  3. Vor 1914

    Umzug in die Neckarstraße 182

    Das elterliche Haus in der Böblinger Straße, zugleich Firmensitz, muss zur Erbbegleichung verkauft werden. Emilie Kraiss sucht einen neuen Standort und findet ihn in der Neckarstraße 182. Dort entsteht das Gebäude, das bis heute unser Hauptsitz ist.

  4. 1914–1918

    Erster Weltkrieg

    Kaum ist der Umzug vollzogen, beginnt der Krieg. Militäraufträge bleiben aus – stattdessen fertigt KRAISS & FRIZ Schweiß- und Schlosserarbeiten für Daimler in Sindelfingen und beschäftigt dabei bereits 40 Mitarbeiter.

  5. 1919

    Druckminderer und Autogentechnik

    Emilie Kraiss heiratet den Ingenieur Franz Lohr. Gemeinsam nehmen sie die eigene Gerätefertigung auf: Druckminderer für hochgespannte Gase, autogene Schweiß- und Schneidbrenner, Sauerstoffapparate für Rettungszwecke und für Lebendfisch­transporte sowie Reifenfüller. Kontakte nach Norwegen, in die Schweiz, nach Italien, Frankreich und Österreich tragen das Geschäft durch die Inflationsjahre bis 1923.

  6. 1924

    Eigenes Sauerstoffwerk in Stuttgart-Berg

    Außenlager für Acetylen und Sauerstoff gibt es längst – Franz Lohr geht den Schritt weiter und errichtet ein eigenes Sauerstoffwerk. Es entsteht in Stuttgart-Berg in der ehemaligen herzoglichen Mühle, wo sich der benötigte Strom aus Wasserkraft erzeugen lässt. Aus dem Händler wird ein Hersteller.

  7. 1935

    Beide Werke gut ausgelastet

    Autogenwerk und Sauerstoffwerk arbeiten an der Auslastungsgrenze, der Flaschenbestand ist auf 8.000 Gasflaschen gewachsen. Die guten Beziehungen zur Industrie in Stuttgart und Umgebung tragen das Unternehmen.

  8. 1944

    Zerstörung und Neuanfang in Grunbach

    Brandbomben zerstören das Sauerstoffwerk in Stuttgart-Berg vollständig, das Gebäude in der Neckarstraße zur Hälfte. Noch während der Kriegswirren zieht die Produktion nach Grunbach auf das Gelände der Löfflundschen Fabrik – dort beginnt der Wiederaufbau des Sauerstoffwerks und damit die Geschichte des heutigen Standorts Remshalden.

  9. 1946

    Die dritte Generation rückt nach

    Nach dem Tod ihres Mannes Franz Lohr bleibt Emilie Lohr bis ins hohe Alter aktiv. Vorausschauend nimmt sie ihre Neffen Ferdinand Lohr und Dr. Fritz Werner, beide langjährige Mitarbeiter, als gleichberechtigte Teilhaber auf.

  10. 1948

    Neue Luftzerlegungsanlage

    In Grunbach geht eine völlig neue Luftzerlegungsanlage in Betrieb, die nun auch flüssigen Stickstoff erzeugt. Es folgen der Neubau einer Abfüllhalle und der Kauf des ersten eigenen Tankfahrzeugs.

  11. 1949

    75 Jahre KRAISS & FRIZ

    Mitten im Wiederaufbau erscheint zum 75-jährigen Jubiläum ein Prospekt, der Autogenwerk Stuttgart und Sauerstoffwerk Grunbach gemeinsam vorstellt – Zeugnis dafür, dass das Unternehmen die Kriegsjahre als integrierter Hersteller mit eigener Gasproduktion überstanden hat.

  12. 1950er Jahre

    Fertigung und Ausbildung in der Neckarstraße

    In Stuttgart läuft das Autogenwerk wieder: Drehbank, Mehrspindel-Bohrwerk, Druckminderer-Montage – und die eigene Lehrlingsausbildung. Die Werkstatt­aufnahmen von 1953 in unserem Archiv weiter unten stammen aus diesen Jahren.

  13. 1984

    Ferdinand Lohr übernimmt die alleinige Verantwortung

    Nach dem Tod von Dr. Fritz Werner, mit dem er das Unternehmen seit 1946 gemeinsam geführt hat, steht Ferdinand Lohr allein an der Spitze. KRAISS & FRIZ liegt damit vollständig in den Händen der Familie Lohr.

  14. 1994

    Gemeinsame Leitung

    Ferdinand Lohr und seine Tochter Brigitte Lohr führen das Unternehmen von nun an gemeinsam.

  15. Mitte der 1990er

    Umstellung auf tiefkalt verflüssigte Gase

    Mit dem wachsenden Bedarf unserer Kunden fällt die Entscheidung für tiefkalt verflüssigte Gase. Wir investieren in eine eigene Versorgungsflotte aus Flüssigfahrzeugen, Aufliegern und Verteilerfahrzeugen und bleiben damit in der Versorgung unabhängig und flexibel. Erstmals verfügbares flüssiges Argon erlaubt es uns, Argongemische selbst abzufüllen.

  16. Ende der 1990er

    Einstieg in die 300-bar-Technik

    Als die 300-bar-Flasche auf den deutschen Markt kommt, gehören wir zu den ersten Unternehmen, die in diese Technik investieren – mit einer eigenen Abfüllung für Einzelflaschen und Bündel.

  17. 2008

    Führungswechsel

    Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters führt Brigitte Lohr das Unternehmen allein weiter: neue Produkte, eigene markenstarke Namen, Investitionen in moderne Maschinen.

  18. 2012

    KUFVITA – eigenes Fertigarzneimittel

    Wir bringen unser eigenes medizinisches Sauerstoff-Fertigarzneimittel KUFVITA 100 % (V/V) in Verkehr (Zulassungsnummer 75085.00.00). Damit erfüllen wir die hohen pharmazeutischen Anforderungen an Herstellung, Verpackung, Auslieferung und Rückverfolgbarkeit – und beliefern Klinik, Praxis und HomeCare mit eigener Produktqualität.

  19. 2014

    Eigene Flüssiggassparte in Remshalden

    Neben der bestehenden Propanabfüllung entsteht am Standort Remshalden eine eigene Flüssiggassparte mit eigenem Verteilerfahrzeug. Getreu unserer Philosophie fließt das Erwirtschaftete in den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Unternehmens.

  20. 2021

    Rommenhöller-Werksgelände kommt heim

    Das traditionsreiche Rommenhöller-Werksgelände in Remshalden wird Teil von KRAISS & FRIZ. Das frühere „Kohlensäurewerk Rommenhöller, Werk Grunbach bei Stuttgart" gehört damit dorthin, wo Industriegase seit über 150 Jahren zuhause sind – ein Stück regionaler Industriegeschichte unter unserem Dach.

  21. 2024

    150 Jahre KRAISS & FRIZ

    Wir feiern unser 150-jähriges Bestehen – als inhaber­geführtes Familien­unternehmen, seit vier Generationen in Familienhand. Tradition heißt für uns nicht Stillstand, sondern die Verpflichtung, das Vertrauen unserer Kunden über Generationen hinweg zu rechtfertigen.

  22. 2018–2025

    Neubau Remshalden – Gläserne Manufaktur

    2018 fällt die Entscheidung für einen Neubau. Im Juni 2025 ist er fertiggestellt: ein offenes Anlagen- und Bürogebäude in Stahl, Glas und Holz, direkt am historischen Backstein-Schornstein. Sichtbare Produktion, transparente Prozesse, kurze Wege zwischen Werkstatt, Planung und Kunde.

  23. Heute

    Qualitätsmanagement nach ISO

    Unsere Standorte arbeiten nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem). CE-Konformität und Hersteller­erklärungen sind dokumentiert und werden laufend gepflegt.

  24. Heute & morgen

    Zwei Standorte, ein Anspruch

    Hauptsitz Stuttgart (Autogenwerk, Verwaltung), Produktion in Remshalden (Sauerstoffwerk, Seveso-III-Betrieb), Außenlager in der gesamten Region. Eigener Fuhrpark, eigene Druckminderer­fertigung, hauseigenes Prüfgaslabor – und ein motiviertes Team mit kurzen Wegen und flachen Hierarchien.

Neubau Remshalden – Gläserne Manufaktur

Seit Juni 2025 steht am Standort Remshalden ein offenes Anlagen- und Bürogebäude in Stahl, Glas und Holz – direkt am historischen Backstein-Schornstein. Sichtbare Produktion, transparente Prozesse.

Außenansicht Neubau Remshalden mit historischem Backstein-Schornstein
Außenansicht – Neubau am historischen Schornstein.
Innenraum Neubau mit Holztreppe und Stahltragwerk
Holztreppe und Stahltragwerk – Eingangshalle.
Bürobereich mit Glaswänden und Bodeneinblick in die Werkstatt
Bürobereich mit Glaswänden – Blick durch den Glasboden in die Werkstatt.
Übergang vom Neubau zum historischen Backstein-Altbau
Übergang Neubau ↔ historischer Backstein-Altbau.

Fotos: Tobias Fröhner Photography (2025-10-02), im Auftrag von Stahlbau Nägele.

Vom Rommenhöller-Werk zu KRAISS & FRIZ

Das traditionsreiche Rommenhöller-Werksgelände in Remshalden – früher ein eigenständiges Kohlensäurewerk, heute gehört es zu KRAISS & FRIZ.

„Manchmal kommt eben alles heim. Das traditionsreiche Rommenhöller-Werksgelände in Remshalden gehört jetzt dorthin, wo Industriegase seit über 150 Jahren zuhause sind – zu KRAISS & FRIZ."
Historische Postkarte: Kohlensäurewerke C.G. Rommenhöller, Werk Grunbach bei Stuttgart
Postkarte: Kohlensäurewerke C. G. Rommenhöller, Werk Grunbach bei Stuttgart.
Frontansicht des Rommenhöller-Werks Grunbach mit Schriftzug und Figur über dem Eingang
Ehemaliges Rommenhöller-Gelände.

Aus dem Archiv

Historische Aufnahmen unserer Standorte Stuttgart und Remshalden – vom Prospekt zum 75-Jahr-Jubiläum bis zur Sauerstoffwerks-Flotte.

Prospekt zum 75-jährigen Jubiläum mit Ansichten Autogenwerk Stuttgart und Sauerstoffwerk Grunbach
Prospekt 1949 – 75 Jahre KRAISS & FRIZ
Das Stuttgarter Werk in der Neckarstraße in der Nachkriegszeit, Blick über die gepflasterte Straße auf die Werksgebäude
Stuttgart, Neckarstraße – Nachkriegszeit
Historische Aufnahme des Sauerstoffwerks in Grunbach/Remshalden
Grunbach/Remshalden – Sauerstoffwerk
Hofansicht des Stuttgarter Werks in der Nachkriegszeit, Backsteinfassade hinter Holzzaun
Nachkriegszeit – Werkshof Neckarstraße
Reihe von Gasflaschen-Karren vor dem Stuttgarter Werk
Flaschenwagen vor dem Werk
Reihe Mercedes-LKW vor dem Stuttgarter KRAISS u. FRIZ Sauerstoffwerk-Backsteinhaus
LKW-Flotte vor dem Stuttgarter Sauerstoffwerk
Luftaufnahme des Werksgeländes Stuttgart
Luftaufnahme des Werksgeländes
Zwei Lehrlinge bei der Feinmechanik-Ausbildung in der Stuttgarter Werkstatt, 1953
Lehrlinge in der Werkstatt – 1953
Meister an der Drehbank im Stuttgarter Werk, 1953
Meister an der Drehbank – 1953
Junger Mechaniker an der Werkbank im Stuttgarter Werk, 1953
Mechaniker bei der Druckminderer-Fertigung – 1953
Arbeit an einer Bohrwerk-Maschine im Stuttgarter Werk, 1953
Mehrspindel-Bohrwerk – 1953
Rückseite eines KRAISS & FRIZ Sauerstoffwerk-Tank-LKW mit Druckminderer-Anlage
Tank-LKW Sauerstoffwerk Stuttgart-Grunbach
Aufgeklebtes historisches Firmenemblem KRAISS u. FRIZ mit Gasflasche und Schweißbrenner in zwei goldenen Rauten
Das alte Firmenemblem – Flasche und Brenner
Aufgeschlagenes Lehrlings-Berichtsheft von 1950 mit Wochenbericht und handgezeichneten Schraubenskizzen
Lehrlings-Berichtsheft, Wochenbericht Juni 1950
Gefaltete technische Konstruktionszeichnung eines Kühlwasser-Regulierkastens von 1961 mit Stückliste
Konstruktionszeichnung „Kühlwasser-Regulierkasten", 1961